Grundlagen der Wildökologie

Das Wissen über die Bedeutung der Wildökologie, Biotop, Biozönose, Energiefluss und Stoffkreislauf ist für den Jäger und die Jägerin das Ausüben einer ökosytemen Jagd grundlegend.

Biotop

Biotop bedeutet Lebensraum, in dem für ihn charakteristische Kombination von Pflanzen- und Tierarten vorkommt.

Biozönose

Biozönose bedeutet Lebensgemeinschaft von Individuen (Tiere, Menschen, Pflanzen)

Ökosystem

Biotop und Biozönose ergeben das Ökosystem. Unter einem Ökosystem versteht man das vielfältige Zusammenwirken von unbelebter Natur (Gesteine, Klima, Gelände etc.), Pflanzen und Tiere und Menschen innerhalb einer bestimmten Raumeinheit.

Merke:  Faktoren hängen miteinander zusammen und hängen von einander ab. Bereits kleine Eingriffe können sich auf das gesamte Ökosystem auswirken.

Ökologie

Die Ökologie (kommt von dem griechischen Wort "oikos" = Haushalt, "logos"= Lehre) ist die Wissenschaft der Beziehungen der Lebewesen zu ihrer Umwelt. Sie ist die Lehre vom Naturhaushalt oder die Lehre über die Vorgänge in Ökosystemen. "Ökologisch" bedeutet: Die Umwelt der Lebewesen betreffend.

Wildökologie

Die Wildökologie ist die Lehre von den Tieren in freier Wildbahn und deren Beziehungen zur Umwelt. Sie beschäftigt sich mit dem jagdbaren und nicht jagdbaren Wild.

Energiefluss und Stoffkreislauf

Die gesamte Energie, die eine Lebensgemeinschaft benötigt, kommt von der Sonne. Nur die grünen Pflanzen können diese Energie gemeinsam mit anorganischen Stoffen (Kohlenstoff, Wasser, Mineralstoffe) zu Zuckerverbindungen (Nährstoffe) umwandeln. Dieser Vorgang heißt Photosynthese. Von der Sonne ausgehend fließt die Energie förmlich durch die Nahrungskette. In jeder Stufe der Nahrungskette wird viel Energie verbraucht. Deshalb gibt es auch vielmehr Biomasse an Pflanzen als an Pflanzenfresser und auch mehr Pflanzenfresser als Fleischfresser. Die letzte Kategorie von Lebewesen in der Nahrungskette sind die Zersetzer (verschieden Insektenarten, Würmer, Pilze, Bakterien). Sie zersetzen totes Material von Tieren und Pflanzen (Kot, Kadaver, Laub etc.) unter Verbrauch der enthaltenen Energie wieder zu anorganischen Grundstoffen. Diese Stoffe stehen wieder den Pflanzen für die Photosynthese zur Verfügung, die wieder organische Substanzen aufbauen.Dadurch ist der Stoffkreislauf geschlossen.

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