Am Ende des Tages

Unter der Strecke versteht man das in einem bestimmten Zeitraum (Jagdtag, mehrtägige Jagd oder auch Jagdjahr) erlegte oder gestreckte Wild. Die Strecke nach einem Jagdtag bzw. bereits auch nach einem Trieb ist das gemäß dem Brauchtum aufgelegte Wild.

Das Wild wird immer auf die rechte Körperseite aufgelegt. Es gibt hier eine alte Brauchtumsauslegung, dass die rechte Seite, die gute Seite ist, das heißt, es wird durch das Legen auf die rechte Körperseite verhindert, dass die Erddämonen in das Wild eindringen.

Schalenwildstrecke

Rotwild, Gamswild, Rehwild, Muffel, Schwarzwild, Fuchs – Innerhalb der einzelnen Wildarten wird nach Stärke gereiht.

Niederwildstrecke

Haarwild: Fuchs, Hase und Kaninchen und dann Federwild, wie Fasan etc. Innerhalb der einzelnen Tierarten wird nach Stärke gereiht.

Gemischte Strecke

Schalenwild vor Niederwild

"Halali" und Schüsseltrieb

Nach altem Brauchtum wird vielerorts die Strecke verblasen. Es gibt hier verschiedene Tonsignale, die jeweils nach der Ansage des Jagdleiters geblasen werden. Als Abschluss wird dann "Jagd vorbei" und "Halali"geblasen. Als Abschusssignal kann noch "Zur Schüssel" als Aufforderung zum Schüsseltrieb, darunter versteht man das gemütliche Beisammensein nach der Jagd, ertönen.

Als Grundregel gilt, man läuft nicht nach der Jagd sofort weg. Man sollte es sich so einteilen, dass man noch Zeit für ein gemütliches Zusammensein mit den Jagdkollegen und –kolleginnen hat.

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