Jagdkultur

Die Jagd lebt von der Jagdkultur und der Jagdgeschichte. Sich diesen Traditionen und deren Bewahrung bewusst, gilt es heute, die Jagd auch für die Zukunft gesellschaftsfähig zu machen, in der Öffentlichkeit über Aufgaben der Jagd zu berichten, aufzuklären und zu diskutieren. Dabei ist jeder Jäger und jede Jägerin gefordert, ihren Beitrag zu leisten.

Wiener Jagdkultur

In Wien hat im Herbst die Eustachiusfeier im Lainzer Tiergarten bei der Nikolaikapelle Tradition. Dort treffen sich Jäger/innen aus und um Wien, um gemeinsam eine Heilige Messe zu feiern. In dieser Messe werden Dankbarkeit und der Respekt vor der Schöpfung zum Ausdruck gebracht. Tradition hat in Wien auch der Landesjägerball. Er findet jedes Jahr im Jänner oder Februar statt. Der Reinerlös kommt der Biotopverbesserung, im Speziellen für das Niederwild, zugute. Seit 2007 gibt es den Wiener Jagdrock. Er wurde von Modedesignerin und Jägerin Andrea Mojescick-Plieschnegger (Atelier Monte Christo) nach dem Jagdrock von Kaiser Franz Josef II entworfen. 

Österreichische Jagdbräuche

In Österreich existiert ein jagdliches Brauchtum mit verschiedenen jagdlichen Bräuchen: Die Jägersprache, die Jagdtrophäen oder andere jagdliche Ausdrucksformen wie Jagdbrüche, Jagdmusik (Jagdhornblasen) oder traditionelle grüne Bekleidung ist jedem bekannt und kaum mehr wegzudenken. Die jagdlichen Traditionen werden in der Jägerschaft aktiv gepflegt und finden sich auch heute noch häufig in der Praxis.

Wie wenige andere Berufsgruppen sind die Jäger in zahlreichen Märchen und Geschichten mystifiziert worden.

In Märchen sind sie es oft, die am Ende die Wende zum Guten herbeiführen oder besiegeln (zum Beispiel Rettung vor dem "bösen Wolf").

Auch in den Heimatfilmen der 50er Jahre traten oft die Jäger als edle Kavaliere und Heldenfiguren auf, um ein Happy End herbeizuführen (quasi als moderne, furchtlose Rittergestalten).

Bild der Jäger/innen heute

Heute ist das Bild des Jägers bzw. der Jägerin ein völlig anderes als noch vor 50 Jahren. Der Jäger oder die Jägerin ist in erster Linie neben den Förster/innen der Wildtiermanager oder die Wildtiermanagerin des Ökoystems Wald, deren Aufgabe es ist, sich für die Erhaltung eines an die land- und forstwirtschaftlichen Gegebenheiten angemessenen, artenreichen und gesunden Wildstandes einzusetzen. Weiters ist der Jäger oder die Jägerin, der oder die Erste, die das Wildbret auf Krankheiten und Verwertbarkeit prüft.

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