16.06.2014 10:01

UNESCO Weltkulturerbe auf Schloss Rosenburg

Kategorie: Österreich
Die traditionelle Falknerei wurde auf die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO aufgenommen.

Weltkulturerbe historische Falknerei

Die historische Falknerei entwickelte sich bereits vor tausend Jahren in den Steppen Asiens und kam durch die Kreuzritter an die Adelshöfe in Europa. Zwischen 1241 und 1248 verfasste Friedrich II das Werk "De arte venandi cum avibus" (lateinisch, wörtlich "Von der Kunst, mit Vögeln zu jagen", deutscher Titel "Von der Kunst zu beizen"), auch "Falkenbuch" genannt. Es ist ein Lehrbuch über die Beizjagd und Vogelkunde, dessen Inhalte bis heute Gültigkeit haben. In der Renaissance erlebte die Falknerei eine weitere Hochblüte und wurde von Spezialisten weiterentwickelt.

Authentische Falknerei in Kostümen aus zwei Epochen

Ziel des Falkenhofes von Schloss Rosenburg war es von jeher, die uralte Tradition der Falknerei für die Nachwelt zu erhalten und einem breiten Publikum näher zu bringen. Dieses Ansinnen wurde durch die Aufnahme der historischen Falknerei auf die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO noch verstärkt. Interessierte können jetzt hautnah in die Faszination der historischen Falknerei eintauchen. An den Öffnungstagen geben jeweils um 11.00 Uhr und um 15.00 Uhr die Falknerinnen und Falkner Einblick in die traditionelle Falknerei, ganz authentisch in Gewandung von Bodenfalknern der Renaissance gekleidet.

An den Wochenenden setzt der Falkenhof von Schloss Rosenburg jetzt einen UNESCO Schwerpunkt. Jeweils am Vormittag wird die Falknerei der Renaissance gezeigt, am Nachmittag jene aus dem frühen Mittelalter. Dabei wurden die damaligen Bekleidungen der Falkner nach Vorlagen aus dem "De arte venandi vum avibus" originalgetreu nachgeschneidert. Bei den Vorführungen werden Szenen gezeigt, wie sie sich höchstwahrscheinlich am Hofe von Friedrich dem II abgespielt haben. Dabei kommen neben verschiedenen Greifvögeln auch Pferde und edle Jagdhunde zum Einsatz.

An jedem Feiertag wird die einmalige Präsentation noch durch live Musik aus dem Mittelalter ergänzt um einen absolut authentischen Einblick in die damalige Zeit zu vermitteln. Im Falknerei Museum auf Schloss Rosenburg werden auch noch weitere Hintergrundinformationen zur traditionellen Falknerei und zum UNESCO Weltkulturerbe gegeben.

Freude bei der Zentralstelle Österreichischer Falknervereine (ZÖF)

Die ZÖF ist der Dachverband der Falknervereine in Österreich und war maßgeblich an der Aufnahme der Falknerei auf die Liste des immateriellen Weltkulturerbes der UNESCO beteiligt. In der Wissensvermittlung und Traditionspflege sieht der ZÖF eine ihrer Aufgaben. Umso mehr freut sich deren Präsident Raimund Lindner:"Es ist gut, wenn auch einem grösseren Publikum die Möglichkeit geboten wird, die Faszination der historischen Falknerei zu erleben und gleichzeitig Wissen zu vermitteln. Die Falknerei ist aber auch eine moderne Form der Jagdausübung. Sie ist nachhaltig - sowohl was Zucht und Erhaltung von Greifvögeln betrifft, als auch den Lebensraumschutz der Greifvögel und ihrer potentiellen Beutetiere."

Weitere Information:

Boris Brabatsch                                           

Geschäftsführer

Renaissanceschloss Rosenburg

3573 Rosenburg 1

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