"Allesfresser"

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Wildschwein (Sus scrofa)
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Säugetiere (Mammalia)
Ordnung: Paarhufer (Artiodactyla)
Familie: Echte Schweine (Suidae)
Gattung: Sus

- Frischlinge c) WLJV

- Frischling c) WLJV

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- Saubart
Wildschwein
Das Wildschwein (Sus scrofa) gehört zur Familie der altweltlichen oder echten Schweine (Suidae) aus der Ordnung der Paarhufer.
Allgemeines
MERKMALE: gedrungen und massiv, kurze Bein, große Körpermasse, die Ohren sind klein. Sie sind von einem Rand zottiger Borsten umgeben. Der kurze, gedrungene und wenig bewegliche Hals ist nur erkennbar, wenn Wildschweine ihr Sommerfell tragen. Im Winterfell scheint der Kopf direkt in den Rumpf überzugehen. Von der Stirn bis über den Rücken verläuft ein Kamm langer Borsten, der aufgestellt werden kann.
BEZEICHNUNGEN: Männchen: Keiler, Weibchen: Bache, Jungtier: Frischling, innerhalb der Jägersprache gibt es viele weitere Ausdrücke
GEWICHT: Keiler bis zu 200kg
VERBREITUNG: Nordamerika, Europa und Asien, in Teilen der südasiatischen Inselwelt in etwa 20 Unterarten
LEBENSRAUM: Ausgedehnte Laub-und Nadelwälder; Die besten Schwarzwildgebiete sind gelegentlich überschwemmte Erlenwälder und Auwälder, außerdem Eichen- und Buchenwälder mit reichlich Samen.
LEBENSWEISE: Die Rotte wird in der Regel von der ältesten und stärksten Bache geführt, der sich alle anderen Muttertiere und die Frischlinge unterordnen. Auch innerhalb der übrigen Rotte besteht wie bei allen sozial lebenden höheren Tieren eine genaue Rangfolge, die nach neuesten Erkenntnissen immer innerhalb einer bestimmten Altersstufe ausgekämpft wird. Ältere Tiere haben grundsätzlich einen höheren Rang, selbst wenn ihr Körpergewicht gegenüber jüngeren etwas geringer ist. Rotten nehmen am liebsten an sumpfigen Stellen ein Schlammbad. Nachts ziehen sie dann auf die Äcker und können hier großen Schaden verursachen, wenn sie über die Rüben und Kartoffeln herfallen.
LEBENSERWARTUNG: In freier Wildbahn bis zu 7 Jahren, in Gefangenschaft bis zu 25 Jahren
NAHRUNG: Allesfresser und daher sehr anpassungsfähig, sucht im Boden nach essbaren Wurzeln, Würmern, Engerlingen, Mäusen, Schnecken und Pilzen. Wildschweine fressen neben Wasserpflanzen wie beispielsweise dem Kalmus auch Blätter, Triebe und Früchte zahlreicher Holzgewächse, Kräuter und Gräser.
GESCHLECHTSREIFE: mit 8 bis 10 Monaten
TRAGEZEIT: 112 bis 140 Tage
ANZAHL DER JUNGEN PRO WURF: 4 bis 5 Junge, in Mastjahren bis zu doppelt so viele
GEBURTSGEWICHT: 6 - 8 kg
BEDROHUNG UND SCHUTZ: Wird gejagt, nicht bedroht.
SCHÄDEN: Rotten können großen Schaden verursachen, wenn sie über die Rüben und Kartoffeln herfallen. Wildschweine fressen auch Schadinsekten, die einen Teil ihrer Entwicklungszeit im Boden verbringen. In stark von solchen Insekten befallenen Waldbeständen entwickeln Wildschweine eine verstärkte Wühltätigkeit.
BEDEUTUNG FÜR DEN MENSCHEN:
- Hervorragendes Wildfleisch
- Durch Wühltätigkeiten bekämpft es Engerlinge und Schadinsekten, fördert die Bodendurchlüftung
- Schäden in der Landwirtschaft (Mais- und Getreidefelder etc.)
- Als Trophäen gelten die Hauer des Keilers und der Saubart
