Sie sind hier: Jagd > Jagdhunde > Verhalten
DeutschEnglishFrancais
09:06 07.02.2012

Bilder

Deutsch Kurzhaar c) Brad Pennock, flickr.com
Flat Coated Retriever c) xanboozled, flickr.com
Flat Coated Retriever c) xanboozled, flickr.com
Flat Coated Retriever c) xanboozled, fickr.com
Flat Coated Retriever c) xanboozled, fickr.com
Englische Fuchsjagd mit Pointer c) bearfaced, flickr.com
Englische Fuchsjagd mit Pointer c) bearfaced, flickr.com
Irish Setter c) cia chow, flickr.com
Irish Setter c) cia chow, flickr.com
Deutsch Drahthaar c) thandi, flickr.com
Deutsch Drahthaar c) thandi, flickr.com
Deutsch Kurzhaar c) Brad Pennock, flickr.com
Deutsch Kurzhaar c) Brad Pennock, flickr.com

Verhalten von Jagdhunden

Damit ein Jagdhund als fermer Gebrauchshund gilt, muss er ein bestimmtes Verhalten bei der Jagd aufweisen. In der Folge werden Eigenschaften von Jagdhunden näher beschrieben.

Schweißarbeit

Das Verfolgen eines angeschlossenen Schalenwildes auf dessen Wundfährte wird Schweißarbeit genannt. Die frische Wundfährte wird als "warm" bezeichnet, eine mehrere Stunden alte Wundfährte als "kalt".

Freie Schweißarbeit

Der Jagdhund soll ohne Hunderführer der Wundfährte "nachhängen" und nach dem Auffinden den Hundführer oder die Hundeführerin zum erlegten Stück bringen, entweder durch Verbellen oder Verweisen.

Riemenarbeit

Darunter versteht man die Arbeit an einer etwa 8 bis 10 Meter langen Schweißriemen.

Vorstehhunde sind Allrounder

Vorstehhunde werden sehr vielseitig eingesetzt. Sie sind die "Allrounder" unter den Jagdhunden. Je nach Einsatzgebiet wird zwischen Feldarbeit, Waldarbeit und Wasserarbeit unterschieden.

Feldarbeit des Vorstehhundes

Nach der Schussabgabe soll der Vorstehhund das erlegte Wild suchen oder es auf dessen Geläuf oder Spur finden. Gefundenes Wild soll apportiert und sitzend dem Hundeführer oder der Hundeführerin übergeben werden. Verpönt ist dabei ein zu harter, das Wildpret zerstörender Biss ("Knautschen").

Feldarbeit bei der Kreisjagd

Der Vorstehhund muss das Wild nur auf Befehl bringen. Er geht - nicht ziehend - an der Leine oder frei bei Fuß. Er wird Hasen nachgeschickt, die sich angeschossen außerhalb des Kreises befinden.

Vorstehhund bei der Waldarbeit

Zur Waldarbeit gehören das Buschieren, die Schweißarbeit und das Stöbern. Der Hund sollte dabei folgende Eigenschaften haben: Er soll Standruhe besitzen, leinenführig sein, sich ablegen lassen und leise frei bei Fuß dem Hundeführer oder der Hundeführerin folgen.

Vorstehhund beim Hochstand oder Sitz

Vorstehhund am HochstandAm Stand muss der ferme Vorstehhund neben dem Hundeführer oder der Hundeführerin liegen ider sitzen. Er darf sich zu keinem Laut oder einer Bewegung verlaiten lassen und muss auf Befehl apportieren.

Vorstehhund bei der Wasserarbeit

Der ferme Vorstehhund hat auf Befehl das "Wasser anzunehmen" und zu durchstreifen. Das Wasserwild soll hochgemacht werden und angeschossenes Wild soll verfolgt, gegriffen und apportiert werden. Das Wild soll sitzend übergeben werden.

Vorstehhund beim Buschieren

Unter Buschieren versteht man die Jagd in einem unübersichtlichen Gelände. Buschiert wird auf Niederwild, wie Hase, Kaninchen, Fasan etc.. Der Hund darf nicht über den Flintenschussbereich des Hundeführers oder der Hundeführerin hinaussuchen. Er soll finden, anziehen, vorstehen und nachziehen. Erlegte Stücke müssen apportiert und sitzend übergeben werden.

Totverweisen

Der Hund läuft, nachdem er das erlegte Wild gefunden hat, zu seinem Herrn zurück, und signalisiert den Fund.

Totverbellen

Der Hund bleibt bei dem gefundenen, erlegten Stück und bellt so lange, bis der Hundeführer oder die Hundeführerin´kommt.