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09:10 07.02.2012

Bilder

Gebirgsschweißhunde c) Johann Hayden
Gebirgsschweißhund c) Johann Hayden
Gebirgsschweißhund c) Johann Hayden
Hannvoeraner c) Johann Hayden
Hannvoeraner c) Johann Hayden
Hannvoeraner c) Johann Hayden
Hannvoeraner c) Johann Hayden

Schweißhunde

Schweißhunde (Jägersprache: schweißen = bluten) sind Jagdhunde, die darauf spezialisiert sind, krankes, schweißendes Schalenwild zu suchen und zu stellen. Die ungewöhnliche Nasenstärke, Ruhe, Wesensfestigkeit und der Finderwillen sind seine Charaktereigenschaften.

Einteilung

Bei den Schweißhunden unterscheidet man:

  • Hannoveranscher Schweißhund
  • Bayerischer Gebirgsschweißhund

Absolute Spezialisten

Schweißhunde sind absolute Spezialisten bei der Nachsuche. Hannoveranscher ist eher im Tiefland verwendbar. Bayrische Gebirgsschweißhund ist vor allem in den Alpen eingesetzt. Ein Schweißhund zeichnet sich durch ungewöhnliche Nasenstärke, Ruhe, Wesensfestigkeit und Finderwillen aus. Während der Individualgeruch des Wildes nur bis ca. 20 Stunden nachweisbar ist, sind Blutspuren länger von Hunden riechbar (bis zu 40 Stunden). Die Suche mit dem Schweißhund gilt als die Krönung des so genannten Waidwerks. Es ruft größte Verwunderung hervor, wenn z.B. ein Hund am Folgetag nach der Verletzung des Wildes und bei regnerischem Wetter das Wild nach stundenlanger Suche in mehreren Kilometern Entfernung findet und stellt. Allerdings sollten waidwunde Tiere unverzüglich nachgesucht werden, soweit es möglich ist und nicht erst Stunden später.

Jagdhundebesitzer/innen sind registriert

Da die Leistung der Schweißhunde nur durch häufigen Nachsucheneinsatz oder Training erhalten werden kann, sind gute Hunde selten und teuer. Viele Jagdpächter/innen scheuen den persönlichen Einsatz an Freizeit, Kosten und ständige Bereitschaft. Ein gut ausgebildeter Hund kann den Wert eines Kleinwagens haben. Ihre Halter /innensind daher bei den Landesjagdverbänden registriert, damit die Jägerschaft gegebenenfalls Kontakt mit einer nahegelegenen Schweißhundstation aufnehmen kann.

Neben den erwähnten typischen Schweißhundrassen werden in der jagdlichen Praxis aber auch einige der anderen Jagdhundrassen (z. B. Teckel) auf der Schweißfährte ausgebildet und auch für die Nachsuche eingesetzt. In den Jagdeignungsprüfungen ist das Fach Nachsuche enthalten.

Vereine

  • Österreichischer Schweißhundeverein
  • Zuchtwart für Hannoversche Schweißhunde
    Franz Grießmayer, Telefon: 026 33/ 474 76
  • Zuchtwart für Bayerische Gebirgsschweißhunde
    Wolfgang Reschitzegger, Telefon: 076 16/ 82 20