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03:41 05.09.2010

Jägersprache - Wiederkäuendes Schalenwild

Die Jägersprache ist eine gewachsene Fachsprache mit über 10.000 Bezeichnungen. Beim wiederkäuenden Schalenwild (dazu gehören Rot-, Dam-, Sika- und Rehwild, sowie Gams, Steinwild, Muffelwild) gibt es in der Jägersprache folgende gebräuchliche Ausdrücke.

Körperteile

Bezeichnung Jägersprache
Augen Lichter
Ohren Lauscher
Maul Äser
Hals Träger
Luftröhre Drossel
Rücken Ziemer
Haarstrich am Rücken Aalstrich
Schwanz Wedel
Schulterbereich Blatt
Brustkasten Kammer
Brustspitze Stich
Rippen Federn
Rippenbogen Wände
Bein Lauf
Keule Schögel
Hauptzehe Schalen
After Weidloch
Mastdarm Weiddarm
Magen Pansen
männliches Glied Bunftrute
Haarbüchsel am Glied Pinsel
Hoden Brunftkugel
Hodensack und Hoden Kurzwildbret
weiblicher Geschlechtsteil Feuchtblatt
Gebärmutter Tracht
Euter Spinne
Haut Decke
Haar Haar
Blut Schweiß
Fett Feist

Verhalten des Wildes

Bezeichnung Jägersprache
Schalenwild sieht etwas eräugt etwas
riechen winden, in den Wind bekommen
hören vernimmt etwas
Aus dem Wald kommen Aus dem Einstand ziehen
trinken Schöpfen, Wasser aufnehmen
In den Wald gehen In den Einstand einziehen
Kot Losung
Urinieren nässt, feuchtet
Brunftverhalten Männliches Wild treibt weibliches
  Männliches Wild beschlägt weibliches Wild
Verhalten des Wildes Wild ist Standwild oder Wechselwild
  Es steht vertraut in seinem Einstand
  Nimmt es etwas Verdächtiges war, so wirft es auf und sichert.
  Es tut sich nieder und wird dann wieder hoch.
  Es flüchtet, es bricht weg, geht hochflüchtig ab.
Beunruhigen vergrämen
Gebären setzen
Jungtiere betreuen Jungtiere werden geführt