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21:27 08.09.2010

Pflege und Arbeit

Hochstand c)WLJV
Hochstand c)WLJV
Pirschsteig c)WLJV
Pirschsteig c)WLJV
Jagdhütte c) WLJV
Jagdhütte c) WLJV
Rotwildfütterung (Raufe) c) WLJV
Rotwildfütterung (Raufe) c) WLJV
Wildwiese c)WLJV
Wildwiese c)WLJV
Salzlecke c)WLJV
Salzlecke c)WLJV

Reviereinrichtungen

Für eine umsichtige Hege und einen geordneten Jagdbetrieb bedarf es im Revier zweckvoller Einrichtungen, die weitestgehend unauffällig bleiben sollen. Dazu gehören Hochsitze, Schirme, Fütterungen, Salzlecken, Pirschsteige und Jagdhütten. Für die Anlage dieser Reviereinrichtungen ist das Einverständnis der Grundbesitzer/innen einzuholen.

Verbotene Jagdeinrichtungen

Vorrichtungen durch die der Wechsel des Wildes derart behindert wird, daß wohl das Einwechseln, nicht aber das Auswechseln möglich ist (Einsprünge), dürfen nicht errichtet werden.

Die Zustimmung des Grundeigentümers

Merke: Reviereinrichtungen dürfen nur mit Zustimmung des Grundeigentümers errichtet werden.

Reviereinrichtungen für den Jagdbetrieb

Hochsitz: Als Hochsitz wird eine einige Meter über dem Boden zumeist an Bäumen befestigte Sitzmöglichkeit bezeichnet, die am Ende einer Steigleiter angebracht ist. Sie besteht in der Regel aus Sitzbrett, Lehne und Fußstütze.

Hochstand (Kanzel): Unter einem Hochstand versteht man in der Regel eine in einer Baumkrone oder auf einem Holzgerüst verfertigte Plattform, die wandartig verblendet ist. Der Hochstand hat meist auch verschiebbare Sitzbänke und ermöglicht den Ausschuss in mehrere Richtungen. Besitzt der Hochstand auch ein regensicheres Dach und einen windsicheren Wandverschlag, dann spricht man gebietsweise auch von einer Kanzel. Der Vorteil einer Kanzel: Sie ermöglicht dauerndes Ansitzen auch bei Schlechtwetter. Weites können unbefugte Personen von weiterer Entfernung nicht feststellen, ob der Hochstand besetzt ist.

Schirm: Als Schirm wird eine auf dem Boden errichtete Deckung zum Ansetzen bezeichnet, die gegen zwei oder drei Seiten mit Ästen verblendet wird. Der Ansitz im Schirm ist vor allem bei der Birkhahnbalz üblich, aber auch in der Jagd auf Gänsen, Enten, Wildtauben sowie in der Blattzeit.

Pirschsteige: Pirschsteige dienen der ungehinderten und möglichst lautlosen Fortbewegung im Revier. Sie sollen möglichst viele Beobachtungen ermöglichen ohne das Wild zu vergrämen. Solche Steige dienen aber auch dem Zugang zu Hochständen, Hochsitzen, Fütterungen und Jagdhütten. Birschsteige müssen von Dürrästen und höherem Graswuchs frei gehalten werden.

Reviereinrichtungen zur Hege

Rehwild: Krippen, Tröge und Futterautomaten, Eine zweckvolle Rehwildfütterung wird am besten in Altholzbeständen in Form einer Futterkrippe errichtet. Für die Verabreichung von Kraftfutter sind am Futterplatz verstreut mehrere überdeckte Futterkistchen oder Tröge anzubringen. In manchen Bundesländern (wie zum Beispiel in der Steiermark) sind Rehwildfütterungen hochwildsicher einzuzäunen.

Rotwild: Raufen, Tröge und Barren, als besondere Zusatzeinrichtungen den

Kälberstall: Das ist eine lockere Umzäunung eines Teiles einer Rotwildfütterung. Die schwachen Stücke, meist Kälber, können daher ungestört zur Fütterung, sodass die starken und aufhabenden Stücke sie nicht abdrängen können.

Schwarzwildschütten: Hier wird das Futter lediglich auf einen bestimmten Platz aufgeschüttet.

Fasanschütten: Unter einem punktförmigen Dach wird das Futter aufgelegt. Fasanschütten werden in der Deckung aufgestellt.

Rebhuhnschütten:  sind meist als zeltförmige Gebilden aus Zweigen oder Schilf, etwa 15 bis 20 Zentimeter über dem Boden, sodass die Rebhühner leicht ein- und auslaufen können, im Freien aufgestellt.

Salzlecken: Verschiedene Formen der Salzlecken, aufgehängte Kistchen mit Salzbrocken und Sulzen (im Boden eingebrachtes Salz). Rot- , Gams-, Muffel- und Rehwild - auch Hasen und Kaninchen - nehmen Salzlecken gerne an. Es gibt unterschiedliche Konstruktionsformen: Stocksulzen, Stangenlecken, Salzkistchen und Ringsteinlecken. Hauptsächlich wird Salz in Zeiten des Verfärbens benötigt.

Wildäcker:Diese werden besonders in äsungsarmen Gebieten oder ausgeräumten Feldfluren angelegt. Sei können dem Wild zur Äsung als auch zur Deckung dienen. Auch zur Kirrung werden manchmal Wildäcker angelegt. Weiters gibt es die Möglichkeit, künstliche Tränken und Sulen anzulegen, auch die Pflanzung von Windschutzstreifen, Feldgehölze und Böschungsbegrünung können Reviereinrichtungen sei.

Jagdhütten: Sie können als Futteraufbewahrungshütten dienen, als Unterstand und Quartier und auch zum Jagdbetrieb, zum Beispiel als Uhuhütte oder als Ansitzhütte für den Fuchs, wenn man in der Schussdistanz einen Luderplatz unterhält.