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03:41 05.09.2010

Weidmannsheil


12.05.2010 06:59 Alter: 116 Tage

Kärntens JägerInnen schießen zu wenig

Rubrik: Kärnten, Österreich

Kärntens Landesjägermeister Gorton fordert strikte Einhaltung der Abschusspläne und reformiert die Aus- und Weiterbildung für Jäger in Kärtnen.

Der Wald leidet in Kärnten unter hohem Wilddruck c) zau

Der Wald leidet in Kärnten unter hohem Wilddruck c) zau

"Wir setzen uns mit Recht Kritik aus, wenn wir unsere eigenen Abschusspläne nicht hundertprozentig erfüllen", sagte Landesjägermeister Ferry Gorton am Landesjägertag in Kärnten. Gorton kündigte an, dass von den 1658 Jagden in Kärnten 57 einen Sperrbeschluss bekommen, weil sie die Abschusspläne nicht einmal annähernd erfüllen.

Gorton: "Wenn über Jahre nur 80 Prozent der vorgeschriebenen Rehböcke und 60 Prozent der vorgeschriebenen Geißen geschossen werden, gehen wir einen gefährlichen Irrweg, der Schäden an der Natur verursacht." So wurde erstmals in der Geschichte Kärntens die Aufforstung eines Schutzwaldes wegen Wildverbiss unterbrochen. "Da sind öffentliche Gelder im Spiel, wir müssen sorgsamer sein!"

Die Jägerschaft reagiert und reformiert ihre Aus- und Weiterbildung. Zukünftig koordiniert eine neue Bildungsplattform das Angebot für die 12.000 Kärntner Jägerinnen und Jäger! "Wir werden mit der Universität Klagenfurt und anderen Institutionen kooperieren und helfen, Säle und Referenten zu finanzieren", kündigte Initiator Sepp Monz an. Er regte auch an, nachzudenken, wie eine bleifreie Zukunft aussehen könnte. "Reagieren wir nicht erst, wenn Gesetze kommen. Setzen wir uns vorher mit Munitionserzeugern und Ärzten zusammen, um Ersatz für das Blei zu finden." Ab 1. Jänner 2012 verbietet die EU Bleischrot für die Jagd.

Auch Bär, Wolf und Luchs waren Thema. Gorton seien alle Tiere, die auf vier Pfoten zuwandern, herzlich willkommen. Er ließe sich nicht von einer Tageszeitung oder vom WWF ins Bärenmanagement dreinrede. 

(Quelle: Kleine Zeitung online)