Österreich: Tollwutimpfung per Flugzeug
Rubrik: NaturIn Kärnten und Osttirol werden per Flugzeug Impfköder abgeworfen. (Quelle: Kleine Zeitung)
Osttirol
16.000 Impfköder werden ab dem 10. Mai - sofern das Flugwetter passt - zwischen Lavant und Sillian aus einem Flugzeug abgeworfen. Die Impfung soll bei der Fuchspopulation in den Gemeinden Lavant, Tristach, Amlach, Leisach, Assling, Abfaltersbach, Anras, Strassen, Heinfels, Inner- villgraten, Außervillgraten, Kartitsch sowie Ober- und Untertilliach greifen. Notwendig wurde das Aufziehen eines Impfgürtels aufgrund der grassierenden Tollwut in Italien.
In den nordöstlichen Provinzen Italiens wurden seit 2008 insgesamt 237 Fälle an Tollwut bei Wildtieren diagnostiziert.
Besonders alarmierend seien die aktuellen Zahlen: Alleine 2010 wurden in Nordostitalien 167 Fälle registriert. Die Behörde richtete einen Aufruf an alle Hundebesitzer im Immunisierungsgebiet: Der Tollwutimpfstatus ihrer Tiere sei zu kontrollieren und Hunde sollten an die Leine genommen werden, damit sie keine Impfköder aufnehmen. (Quelle: Kleine Zeitung, online)
Kärnten
Kärntenweit werden 62.000 Tollwutköder von einem Flugzeug abgeworfen. Im Bezirk Völkermarkt werden die Köder in den Gemeinden Ruden, Neuhaus, Bleiburg, Eberndorf, St. Kanzian, Feistritz ob Bleiburg, Globasnitz, Sittersdorf, Gallizien und Eisenkappel-Vellach abgeworfen.
Neben Völkermarkt werden auch Teile der Bezirke Wolfsberg, Klagenfurt, Villach und Hermagor beimpft. Die Füchse werden durch die Köder, die aus einer Kapsel samt Impfstoff und einer einhüllenden Masse aus Rindertalg und Fischmehl bestehen, nicht getötet, sondern geimpft. Eventuell gefundene Köder sollten mit einem Plastikhandschuh aufgehoben und in der Tierkörpersammelstelle der Gemeinde abgegeben werden. Zeitgleich wird auch in Slowenien flächendeckend geimpft.
(Quelle: Kleine Zeitung, online)

