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15:27 18.05.2012

"Mitbringsel aus Korsika"

Muffelwild c) Blac, flickr.com
Muffelwild c) Blac, flickr.com

Muffelwild (Ovis orientalis musimon)

Unterordnung: Wiederkäuer (Ruminantia)
Familie: Hornträger (Bovidae)
Unterfamilie: Ziegenartige (Caprinae)
Gattung: Schafe (Ovis)
Art: Wildschaf (Ovis orientalis)
Unterart: Mufflon 

Schonzeit

 

Muffelwild c) Blac, flickr.com

Muffelwild

Der Mufflon, auch das Muffelwild  (Ovis orientalis musimon), ist die westliche und kleinste Unterart des Wildschafs (Ovis orientalis). Verbreitet war es ursprünglich nur auf Korsika und Sardinien. Es wurde jedoch unter Josef II in Österreich eingeführt.

Allgemeines

VERBREITUNG: Verbreitet war es ursprünglich nur auf Korsika und Sardinien, ist inzwischen aber in zahlreichen Gegenden Europas eingeführt.

LEBENSRAUM: Ursprünglich lebten Mufflons in offenen Gebirgslandschaften auf steinigen, trockenen Böden. In Mitteleuropa eingebürgert, leben sie in Laub- und Mischwaldgebieten sowohl im Flachland als auch in den Mittelgebirgen.

BEZEICHNUNGEN: Männchen: Widder, Weibchen: Schaf, Jungtier: Lamm, innerhalb der Jägersprache gibt es viele weitere Fachausdrücke.

MERKMALE: Glattes Haarkleid, die Widder sind im Sommer fuchsrotbraun, meist mit weißlichem Sattelfleck, die Schafe sind bräunlich. Im Winter sind beide Geschlechter dunkler. Die Widder haben schneckenförmig eingedrehte Hörner bis zu 80 cm Länge, Weibchen haben in Europa und auf Sardinien gar keine Hörner, auf Korsika dagegen kleinere, leicht nach hinten gebogene Hörner.

GEWICHT: Das Gewicht der Männchen kann etwa 50 kg betragen, das der Weibchen 35 kg.

LEBENSWEISE: Mufflons bilden meist kleine Rudel mit einem älteren Schaf als Leittier. Böcke bilden außerhalb der Brunftzeit oft eigene Verbände. In der Brunftzeit kämpfen die Böcke um die Schafe, vor allem mit gegenseitigen Rammstößen der eingedrehten Hörner.

PAARUNGSZEIT (Brunftzeit): Oktober/November

SETZZEIT: März/April

LEBENSERWARTUNG: 8 bis 10 Jahre

NAHRUNG: Anspruchslos. Mufflons haben ein breites Nahrungsspektrum. Sie entrinden auch Waldbäume und verhindern weitgehend das Aufkommen von Baumbewuchs.

SCHÄDEN: Entrindung von Bäumen, vergrämen anderer Wildarten (durch ihren Geruch)