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09:25 07.02.2012

Allgemeines

Der Wiener Prater ist ein Landschaftsschutzgebiet (LGBl.03/1998) im zweiten Wiener Gemeindebezirk (Leopoldstadt). Er ist heute eine über 6 Quadratkilometer große, öffentliche Parkanlage, die zu großen Teilen aus einer Aulandschaft besteht.  

1162 wurde der Wiener Prater das erste Mal urkundlich erwähnt. Das Wort Pratter bezeichente ursprünglich eine Insel in der Donau, es wurde jedoch später für die angrenzenden Auen verwendet. Es leitet sich wahrscheinlich von "pratum" (lat. Wiese) her.
1560 wurde der Prater von Kaiser Maximilian II angekauft. Die Prater-Auen waren eines der beliebtesten Jagdgebiete des Kaiserhauses. Das Betreten war lange Zeit - seit Rudolf II - unter Androhung einer Strafe verboten.  1766 gab Josef II den Prater zur öffentlichen Benützung frei.

Heute ist der Prater ein beliebtes Naherholungsgebiet und ein echtes Sportlerparadies (Laufen, Radfahren,Joggen, Wandern, Rollschuhfahren etC.). Trotz der Beunruhigung durch die Erholungssuchenden und der Nähe zur Südost-Tangente sind die Auwälder voller Leben: Spechte, Enten, Singvögel, Eichkätzchen. Des Morgens siehte man Hasen und Rehe auf den weitläufigen Liegewiesen äsen. Im Totholz leben Fledermäuse, verschiedene Spechtarten und seltene Käfer (Hirschkäfer, Bockkäfer etc.). Die forstliche Nutzung beschränkt sich vor allem auf die Sicherung der Wege, auf denen sich Erholungssuchende bewegen.