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03:05 05.09.2010

Trophäen als Wandschmuck

Rehbock-Geweihe c) svanes, flickr.com
Rehbock-Geweih c) svanes, flickr.com
Trophäensammlung c) deerbeards, flickr.com

Übersicht

Trophäen nach Wildtieren

Bart als Trophäe

Bärte als Jagdtrophäen sind bei folgenden Wildarten üblich:

  • Rothirsch
  • Gamswild
  • Wildsau
  • Dachs
  • Feldhase
  •  

    Jagdtrophäen

    Trophäen waren dem Menschen zu allen Zeiten seiner Geschichte Erinnerungszeichen vollbrachter Taten. Starke Jagdtrophäen sind Beweisstücke jagdlichen Erfolges und ein Zeichen der guten Hege. Trophäen sollen jedoch nicht überbewertet werden. Bei den jagdbaren Wildtieren gibt es zum Teil völlig unterschiedliche Trophäen (Bart, Haupt, Federn etc.).

    Hauptschmuck als Trophäe

    Das Haupt eines Trophäenträgers ist wie folgt zu behandeln:

    1. Die Decke wird vom Haupt abgezogen.

    2. Hirn und Lichter werden aus dem Schädel entfernt. Dieser wird sodann in kaltes Wasser gegeben, das öfters gewechselt werden muss, bis es klar bleibt.

    3. Das Haupt kommt danach in ein Kochgefäß, das bis zu den Rosen mit Wasser gefüllt ist. Dem Kochwasser kann man fettlösendes Waschmittel beigeben.

    4. Der Kochvorgang kann von wenigen Minuten über eine Stunde dauern. Bei Gamskrucken ist es ratsam, nach wenigen Minuten des Auskochens die Schläuche abzuziehen.

    5. Wichtig ist, den Wasserstand konstant zu halten (Wasser nachzufüllen) oder den Auskochvorgang in zwei Durchgängen durchzuführen.

    6. Der Auskochvorgang ist dann zu beenden, wenn sich am Hinterhaupt die Muskelfasern einwandfrei vom Schädelknochen lösen lassen.

    7. Nach dem Ende des Auskochens kommt das Haupt in kaltes Wasser und kühlt dort aus. Dann wird es mit Hilfe eines Gnickers und einer Drahtbürste gereinigt.

    Bleichen des Hauptes

    Sobald das Haupt gereinigt und unter fließendem Wasser reingebürstet wurde, erfolgt das Bleichen. Dabei werden die trockenen Knochen mit 30%igem Wasserstoffperoxyd behandelt. (bepinselt, mit Watte beträufelt etc.) Bei dieser Arbeit muss darauf geachtet werden, dass kein Wasserstoff auf das Geweih oder Gehörn kommt.

    Achtung auf die eigenen Hände! Auch die menschliche Haut reagiert auf Wasserstoff sehr empfindlich. Wasserstoffsuperperoxyd ist daher stets verschlossen, gut gekennzeichnet und sicher aufzubewahren.

    Zähne als Trophäe

    Gewaff des Schwarzwildes: Die beliebteste Trophäe dieser Art sind die Hauer des Schwarzwildkeilers (auch als Gewaff oder Haderer bezeichnet), die häufig in Silber gefasst werden.

    Grandln des Rotwildes: Die Eckzähne des Rotwildes erfreuen sich besonderer Wertschätzung und lassen sich in Silberschmuck gut verwenden.

    Rotlichgelb gefärbten Nager des Murmeltieres: Werden als Jagdtrophäe gesammelt.

    Fangzähne des Fuchses : Werden als Jagdtrophäe gesammelt.

    Trophäenschau

    Im Rahmen einer einmal jährlich stattfindenden Hegeschau (Trophäenschau) werden die durchgeführten Abschüsse überprüft. Der Wiener Landesjagdverband hat dazu eine fachlich befähigte Personen zu bestellen. Sie kennzeichnet die Trophäen im Zuge der Überprüfung dauerhaft, ohne sie zu entwerten. Alle Trophäenträger (Geweih- und Hornträger) sind von den Erleger/innen vorzulegen. Die Abschüsse werden nach Geschlecht und Altersklassen bewertet und mit den Abschussplänen verglichen.  Das Ergebnis der Überprüfung der Einhaltung des Abschussplanes ist dem Magistrat vom Wiener Landesjagdverband mitzuteilen.