Jagd
Aufgaben .
Warum Jagd? .
Kultur.
Weidgerechtigkeit.
Hege und Naturschutz.
Jagdgebiete.
Jagdbewirtschaftung.
Jagdrecht.
Reviereinrichtungen.
Jagdkarte.
Jagdarten.
Jagdsicherheit.
Jagdgeschichte.
Jagdschutz.
Jagdhunde.
Jagdausrüstung.
Jagdverbände .
Jagdwaffen.
Wildtiere.
Wildbrethygiene.
Wildkrankheiten.
Wildökologie.
Wildschäden .
Wissenschaft.
Geschichte des Jagens mit Hunden
"Wer die Geschichte des Hundes schreiben wollte, müsste dies des Menschen schreiben" (Rudolf Frieß)
Der Beginn der Zähmung und Domestizierung der Wölfe hat vor 14.000 bis 18.000 Jahren im Bereich Nahen Osten oder in Asien stattgefunden. Infolge der Gefangenschaft haben sich die Auslesefaktoren geändert. Anstelle der natürlichen Selektionsmechanismen ist die Zuchtwahl des Menschen zum Tragen gekommen. Im Laufe der Zeit haben sich das Aussehen und das Verhalten der unterschiedlichen Hunderassen verändert. Bis zum heutigen Tag entwickelten sich insgesamt rund 400 Hunderassen.
Domestikation und menschliche Selektion
Die Domestikation des Hundes ist einzigartig weit entwickelt. Er ist das Tier geworden, das am besten mit dem Menschen kommunizieren kann. Untersuchungen am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig wiesen nach, dass Hunde bereits genetisch bedingt menschliche Zeichen interpretieren können, die selbst Menschenaffen erst nach langem Training lernen.
Viele Hunderassen - viele Eigenschaften
Schon früh erkannten die Menschen die verschiedenen Vorteile des Hundes. Sein früher Einsatz zu Jagdzwecken wird durch Höhlenzichnungen belegt. Die Hunde mussten durch Mut, Schärfe und Schnelligkeit die primitiven Waffen der Menschen ausgleichen. Neben den starken Packern für die Großwildjagd und den schnellen Hetzhunden für die Hasenjagd fanden bereits in vorchristilicher Zeit feinnasige und laut jagende Bracken Verwendung. Auch die Eigenschaft des Vorstehens wurde zu dieser Zeit zum ersten Mal erwähnt
Jagdhunde - Privileg des Adels
Die Jagd wurde zunehmend ein Privileg des Adels und der kirchlichen Würdenträger. Auf den Fürstenhöfen begann die Rassehundezucht. Neben den Leithunden (Vorhinsuche auf Rotwild), wurden Packer (Jagd auf Großwild), Spürhunde, Biberhunde (Erdjagd), Windhunde (Hasenjagd) und Habichtshunde gezüchtet. Der Habichtshund wurde vor allem für die Beiz- und Netzjagd auf Federwild eingesetzt. Beim Tyrassieren - der Jagd mit dem Decknetz auf Federvieh, war der vorstehende Hund unerläßlich. Das war die Geburtsstunde des Vorstehhundes. Mit der Verwendung von Schusswaffen, bekam der Hund andere Aufgaben: Das Apportieren. Das finden und bringen von erlegtem Wild.
Ab dem 19. Jahrhundert: Rassezucht
Nach der Revolution von 1848 wurde die alleinige Jagdausübung dem Herrschhaus weggenommen. Der Bevölkerung war bis zu diesem Zeitpunkt die Jagd verwehrt worden. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts begann man mit einer geregelten Rassenzucht. Es wurden Zuchtverbände gegründet. und Rassenstandards zur Festlegung der äußeren Erscheinung und des Wesens von Rassehunde geschaffen. Man achtete bei der Zucht auf den Körperbau, das Temperament und die Sinnesaussstattung.
Sechs Gebrauchshundeklassen
Heute unterscheidet man die sechs Gebrauchshundeklassen von Jagdhunden:
